Das lang erwartete neue AC/DC-Album „Black Ice“ steht kurz vor der Veröffentlichung. Nach der ersten Single „Rock ’n Roll Train“ ist mit „War Machine“ der zweite Song online und darf angehört werden. Der Track beweist, dass AC/DC nichts von ihrer Power und Direktheit eingebüsst haben.
Unterdessen wurde bekannt, dass die Australier dem Klassenprimus der Downloaddienste, iTunes, den Rücken kehren. Dabei geht es der Band offenbar um`s Prinzip: „Wir machen Alben, keine Singles“, begründete Angus Young den Entscheid auf den Onlinekanal zu verzichten. Der Trend zum Konsum einzelner Musikstücke, ohne zwingend ein ganzes Album eines Künstlers downzuloaden, ist mit dem Ideal der Rockikonen nicht vereinbar.
„In den Siebzigern haben wir schon mal einer Plattenfirma aufgeschrieben wieviel sie mit uns verdienen wenn wir eine Million Singles und wieviel wenn wir eine Million Alben verkaufen. Der Unterschied war gravierend. Damit konnten wir sie uns vom Leib halten“, schilderte Young weiter. „Der wahre Grund dafür ist, dass wir der Meinung sind alle Songs auf einem unserer Alben gehören zusammen,“ fügte das AC/DC-Aushängeschild an.
„War Machine„:
An sich haben die recht, ist lediglich nicht unbedingt kundenfreundlich. Denn ich begrüsse es als Konsument, wenn ich Songs, die mir nicht gefallen, weglassen kann und nicht dafür bezahlen muss.
Der Vorwand von wegen Zusammenhängigkeit ist doch nur vorgeschoben. Denn nach dem Rippen fliegen die Songs, die mir nicht gefallen ja trotzdem weg. Bezahlen musste ich sie aber.
Oder kennst du jemanden, der Songs, die ihm nicht gefallen, dennoch auf den iPod nimmt, nur um die Zusammenhängigkeit des Albums zu gewährleisten?
Tja, da prallen zwei Welten aufeinander. Es gibt zwei Arten Musik zu geniessen: Die einen sind quasi „Song fokussiert“ und die anderen eben eher an der ganzheitlichen Musik eines Künstlers. War ja schon immer so, seit es die Vinyl-Singles gab. Im heutigen Zeitalter würde ich als Künstler natürlich mit den Konsumgewohnheiten mitziehen, Einzeldownloads anbieten und Onlinekanäle nützen. Aber einfach gesagt haben es AC/DC gar nicht mehr nötig sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
Was mich angeht: Ich gehöre klar zur Gruppe der „Albumfreunde“. Wenn mir eine bestimmte Richtung Musik wirklich gut gefällt, dann enttäuscht mich das Album selten.