Obschon Steve Morse mit Deep Purple einen gut ausgefüllten Terminkalender hat, arbeitete der Amerikaner in den vergangenen Monaten fleissig am neuen Album. Das Resultat der Steve Morse Band heisst „Out Standing In Their Field“ und ist bereits das 14. Soloalbum im Portfolio des Virtuosen.
Vorweg nehmen kann ich, dass das Album nur etwas für Instrumental-Liebhaber ist. Wer zu klassischem Rock eine passende Frontröhre hören möchte, der ist mit Deep Purple, Whitesnake & Co. besser bedient. Wer jetzt weiterliest, dem kann ich eine gelungene Rockscheibe vorstellen.
Das Trio beweist durchs Band, dass man auch in der klassischen Minimalbesetzung richtig viel Druck erzeugen kann. Songs wie „Name Dropping“, „Brink of the Edge“ oder „Flight of the Osprey“ rocken was das Zeug hält.
Melodiöse Midtempo-Tracks dürfen ebenfalls nicht fehlen. Steve Morse gelingt es auch bei gemächlichem Tempo viel Gefühl in sein charakteristisches Gitarrenspiel einzubringen. „Here and Now and Then“ und „Unnamed Sources“ sind dafür schöne Beispiele. Seine Vorliebe für barocke Skalen und Melodien lebt Morse in „Baroque ‘n Dreams“ voll aus.
Nicht immer bettet Morse seine schnellen Riffs und Läufe in eine tragende Songstruktur ein. So klingen manche Passagen wie in „Relentless Encroachment“ manchmal ein wenig nach Griffbrettgewichse ohne songdienlichen Hintergrund. Den Steve Morse Klassiker „Rising Power“ performen die drei schliesslich in einer Liveversion als Bonustrack. Die ausgedehnte Version über neun Minuten bildet den hörenswerten Abschluss zu dieser Platte.
Rating:
Tracklist “Out Standing In Their Field”:
1. Name Dropping
2. Brink of the Edge
3. Here and Now and Then
4. Relentless Encroachment
5. John Deere Letter
6. More to the Point
7. Time Junction
8. Unnamed Sources
9. Flight of the Osprey
10. Baroque ‘n Dreams
11. Rising Power (Live)
Reinhören:
Preview bei Amazon.de
Jetzt kaufen |
EUR 16.95 bei Amazon.de CHF 27.90 bei CeDe.ch |
Schreibe einen Kommentar