Der Nachfolger zum 2008 erschienen Good To Be Bad startet mit Steal Your Heart Away furios. Die energiegeladene Nummer packt mit beissenden Riffs, Bluesharp-Klängen und einem David Coverdale in Hochform. Doug Aldrich sorgt zusammen mit Reb Beach für stehts brechende Gitarrenwände, so auch in All Out Of Luck.
Selbst die Balladen fallen wie I Need You (Shine A Light) geballt aus. Furztrockene Riffs und gelungene Melodien wechseln sich ab und David Coverdale verausgabt sich einmal mehr. Nur das Prädikat Durchschnitt verdient die Lagerfeuerballade One Of These Days. Der Song ist zwar nicht schlecht, aber irgendwie hat man das schon dutzendfach gehört.
Whitesnake anno 2011 – das ist viel Druck, fette Riffs und die gewohnte Klasse an eingängigen Melodien und Refrains. Dies trifft uneingeschränkt auch auf Love And Treat Me Right zu. Damit die Scheibe auch bei der Freundin/Frau Anklang findet schicken Whitesnake mit Fare Thee Well die nächste Ballade in`s Rennen.
Whipping Boy Blues ist ein rockig interpretierter Blues, der mächtig abgeht. My Evil Ways erinnert ein wenig an die gutem alten 80er-Hardrocknummern. Und dann folgt der Titeltrack. Forevermore präsentiert sich zuerst als gefühlvolle Ballade, ehe die Band einsetzt und dem Song mit zunehmender Dauer enormen Tiefgang verleiht. 7:26min grosses Kino!
Mit Forevermore haben sich Whitesnake erneut gesteigert und die Band klingt so frisch und druckvoll wie eh und je. Die Platte ist eine weitere Bereicherung des Rockjahres 2011 – unbedingt anhören!
Rating:
Tracklist:
01. Steal Your Heart Away
02. All Out Of Luck
03. Love Will Set You Free
04. Easier Said Than Done
05. Tell Me How
06. I Need You (Shine A Light)
07. One Of These Days
08. Love And Treat Me Right
09. Dogs In The Street
10. Fare Thee Well
11. Whipping Boy Blues
12. My Evil Ways
13. Forevermore
Reinhören:
Love Will Set You Free
Ich war Ende November 2011 in Ludwigsburg bei Whitesnake, eines wenn nicht das schlechteste Konzert das ich jemals besuchte. David sollte besser aufhören und seine abständig Band sterben lassen.
Ähnliche Berichte habe ich von anderen Fans auch kürzlich gehört. Besonders Coverdales Stimme soll schon so gelitten haben, dass fast nur noch die Akustikperformances anständig rüberkommen.